Petra Grunden-Böing beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit grundlegenden Fragen des menschlichen Lebens. Ihre Themen entstehen aus therapeutischer Praxis, aus der Begleitung von Menschen in existenziellen Situationen und aus ihrer künstlerischen und schriftstellerischen Arbeit.
Krankheit, Verlust, Wandlung, Heimat, Endlichkeit, Existenz und Bewusstsein gehören ebenso dazu wie die Frage, wie Wirklichkeit für einen Menschen erfahrbar wird.
Oft beginnt der Denkweg dort, wo vertraute Orientierung brüchig wird und neue Fragen entstehen.
Ausgebildet zur Kinderkrankenschwester und Heilpraktikerin für Psychotherapie, führte sie über 20 Jahre eine eigene Praxis. In der Hospizarbeit und als Ausbilderin für ehrenamtliche Hospizbegleiter im Bereich der Psychohygiene begleitet sie Menschen in belastenden Lebenssituationen.
Über viele Jahre war sie zudem Dozentin für Erziehungskompetenz im Rahmen des STEP-Programms bei der AWO und leitete Kurse für Autogenes Training an der Volkshochschule.
Parallel dazu entwickelte sich eine eigenständige künstlerische Arbeit. Frühe künstlerische Impulse erhielt sie in der Fluxus-Arbeitsgruppe um Johannes Stüttgen am Grillo-Gymnasium in Gelsenkirchen.
In Ausstellungen, Lesungen, Buchillustrationen und Projekten im öffentlichen Raum verbindet Petra Grunden-Böing Text, Bild und Musik.
Ihre Arbeiten kreisen um Leben, Sterben, Wandlung, Wahrnehmung und menschliche Erfahrung. Auch ihre auf YouTube veröffentlichten Lieder und vertonten Texte führen diese Verbindung von Sprache, Bild und Klang weiter.
Mit „LebenLosLassen“, „MutMachMärchen“ und „Greta, Gott und Schüchternheit“, „In den Armen des Oktopus, Zwischen Hoffnung und Ungewissheit im Angesicht der Krankheit“liegen veröffentlichte Arbeiten vor. In den Armen des Oktopus verbindet persönliche Erfahrung mit einem Ratgeberteil für Angehörige und beschreibt das Leben an der Seite eines schwer erkrankten Menschen.
Mit einer vierteiligen philosophischen Architektur-Reihe erweitert
Petra Grunden-Böing ihre Arbeit um einen zusammenhängenden Denkweg:
Hin zum IST – Eine Architektur von Heimat im Horizont des Universums
Bewegung im Vollzug – Eine Architektur von Endlichkeit, Wandel und Geltung
Die Spur der letzten Frage – Eine Architektur der Existenz
Die Durchgangstür – Eine Architektur der erfahrbaren Welt
Die vier Werke richten den Blick aus unterschiedlichen Perspektiven auf Herkunft und Zugehörigkeit, Endlichkeit, Existenz und die erfahrbare Welt. Sie folgen der Frage, wie der Mensch sich in Wirklichkeit orientiert, sie erlebt und daraus Zusammenhang entstehen kann.